Furioser Saisonstart des VfL – 5:1 Sieg in Bischofswiesen

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  • nach taktischer Umstellung von Trainer Malec, Vorbereiter von drei Toren: Andy Balck
    nach taktischer Umstellung von Trainer Malec, Vorbereiter von drei Toren: Andy Balck

Was für ein Start in die neue Saison! Mit 5:1 gewann der VfL in Bischofswiesen, dabei sah es nach einer halben Stunde gar nicht so aus. Erst nach der Regenunterbrechung zeigte der VfL, was in ihm steckt. Man spielte Bischofswiesen an die Wand und gewann somit das erste Spiel hochverdient. Bischofswiesen entging nur knapp einem Debakel.
 
Mit fast irregulären Bedingungen begann das Spiel in Bischofswiesen, es herrschte sehr starker Wind, den der VfL auch noch gegen sich hatte. Dies war einer der Gründe, weshalb der VfL nicht so recht ins Spiel fand. Ein weiterer war die offensichtliche Nervosität, den Saisonstart wie letztes Jahr zu verpatzen. Trainer Malec brachte drei Neuzugänge in der Startelf. Fünf Minuten waren gespielt, da hatte der VfL seine erste Chance. Nach einem Eckball von Pantea ging der Kopfball von Deutsch nur knapp übers Tor. In der zehnten Minute griffen die Bischofswiesener mit einem langen Ball auf ihren Kapitän Sebastian Vorberg an. Dieser vernaschte Hadzic, doch sein Schuss ging nur knapp vorbei. In der 23. Minute war es aber dann soweit. Vorberg spielte an die Strafraumgrenze, Hadzic grätschte am Ball vorbei und Tobias Kern konnte unbedrängt abziehen. Der Waldkraiburger Schlussmann Auer brachte zwar noch die Fingerspitzen an den Ball, doch er schlug knapp neben dem Pfosten zur 1:0 Führung der Heimmannschaft ein. Dann kam der große Regen mit Blitz und Donner. Schiedsrichter Josef Ramsl unterbrach folgerichtig die Partie. Es sah nach einem Spielabbruch aus und so mancher mitgereister Fan und Verantwortlicher wünschte sich das sogar. Nach einer halben Stunde ging es dann weiter. Der Regen und der Wind waren leichter, das einzige was jetzt nur noch stark war, war der VfL. Wie verwandelt kam man wieder aufs Feld, ein Grund dafür war sicherlich auch die taktische Umstellung von Malec. Er beorderte Andy Balck auf die „6er“-Position und Neuzugang Mleko in die Abwehr. In der 38. Minute hatte Waldemar Miller die Riesenchance den Ausgleich zu erzielen. Er umspielte seinen Gegenspieler und stand allein vor Torhüter Flunk, doch Miller vergab kläglich. Fünf Minuten später flankte Miller in den Strafraum, aufgrund des Windes senkte sich der Ball fast ins Tor. Der Bischofswiesener Abwehrspieler Jung konnte gerade noch auf der Linie retten. Der nachfolgende Eckball endete mit einem Schuss von Balck, der nur knapp übers Tor ging.
In der zweiten Halbzeit überschlugen sich dann die Ereignisse. Zwei Minuten waren gespielt da stand es 1:1. Angriff über Mleko und Balck, der Ball kam zu Pantea, der flankte in den Strafraum Christian Lucas Kopfball konnte Flunk gerade noch wegklatschen, den Nachschuss von Miller rettete Kern auf der Linie, aber gegen den Volleyschuss aus 12 Meter vom Neuwaldkraiburger Marco Kleinschwärzer war dann kein Kraut mehr gewachsen. Der Ball flog ins Netz zum vielumjubelten Ausgleich. Neun Minuten später gab es einen Freistoß für den VfL fast an der Mittellinie. Andy Balck schlug den Ball hoch in den Strafraum. Kapitän Hadzic schraubte sich höher als Torwart Flunk mit ausgestreckten Armen und sein Kopfball fand den Weg ins Tor zur 2:1 Führung des VfL. Knapp drei Minuten später dann die Entscheidung. Nach Zuspiel von Balck zirkelte Waldemar Miller den Ball aus ganz spitzem Winkel an Flunk vorbei ins lange Eck. Der VfL war total überlegen, Chancen fast im Minutentakt. Beispiel: Abschlag von Goali Auer, Luca verlängerte mit dem Kopf und Kleinschwärtzer schoss links vorbei. Jetzt wechselte Trainer Malec für den guten Luca dessen Landsmann Radu Popa ein. Ein paar Minuten später hatte er gleich seine erste Chance. Nach einem langen Pass von Raimund Stuiber hob Popa den Ball nicht nur über Flunk, sondern auch übers Tor. Nur eine Minute später drang Popa erneut in den Strafraum ein, leget den Ball an Flunk vorbei, der ihn nur noch von den Beinen holen konnte. Es gab Elfmeter für den VfL, den Yves Deutsch unhaltbar unter die Latte hämmerte. Wer meinte, das war`s jetzt, der irrte sich. Der VfL griff weiter an. Wirbelwind Benjamin Mleko startete wie eine Rakete an der rechten Außenbahn durch, ließ drei, vier Gegenspieler stehen und flankte präzise in den Strafraum, doch Deutsch verzog knapp. Wie überlegen der VfL war, sah man daran, dass die Bischofswiesener in der 87. Minute zum ersten Mal in der zweiten Halbzeit aufs Tor schossen. Doch Vorbergs Schuss aus halbrechter Position war eine leichte Beute für den beschäftigungslosen Auer. Eine Minute vor Schluss fiel noch das 5:1 durch Neuzugang Popa. Nach schönem Pass von Deutsch dribbelte er von rechts in den Strafraum, umkurvte dabei zwei, drei Abwehrspieler und ließ Flunk im Tor keine Chance. Der VfL gewann dieses Spiel hochverdient zur Freude der zahlreich mitgereisten Fans. Auch Trainer Adrian Malec war hoch zufrieden: „Wir sind eine sehr spielstarke Mannschaft, doch der anfängliche starke Wind hat unser Spiel mit präzisen Pässen nicht zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann das gezeigt, was wir können und trainiert haben. In bin sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung, nur hätte man zwei, drei Tore mehr machen müssen. Die Neuzugänge haben sich gut in die Mannschaft eingebracht und mit starken Leistungen überzeugt.“
Bereits am Mittwochabend bestreitet der VfL sein erstes Heimspiel. Wie schon letztes Jahr heißt der Gegner SV Erlbach, der sein erstes Spiel ebenfalls mit 5:1 gegen den neugegründeten SB Chiemgau Traunstein gewann.
 
Spielstatistik:
Tore:   1:0 Vorberg (23.), 1:1 Kleinschwärzer (47.), 1:2 Hadzic (56.), 1:3 Miller (59.), 1:4 Deutsch (73./Elfmeter), 1:5 Popa
Aufstellung: Auer, Unterhuber, Mleko (ab 83. Sadri), Stuiber, Hadzic, Balck, Pantea, Deutsch, Luca (ab 68. Popa), Kleinschwärzer, Miller (ab 77. Kraus)
Zuschauer: ca. 150, davon 30 aus Waldkraiburg
Schiedsrichter: Ramsl, Planck und Bernhard