VfL Waldkraiburg - FC Aschheim 0:3 (0:2)

Effektive Aschheimer schlagen glücklose Waldkraiburger

DruckversionEinem Freund senden
  • Unglücksrabe Christoph Unterhuber: traf erst Latte und dann Pfosten
    Unglücksrabe Christoph Unterhuber: traf erst Latte und dann Pfosten

Vor gut 150 Zuschauern, zeigte der FC Aschheim wie effektiv man Fußball spielen kann. Gegen drückend überlegene Waldkraiburger reichten dem FCA vier Chancen, um drei Tore zu erzielen. Nach gut 60 Minuten, beim Stand von 0:3, resignierten dann die Industriestädter und kassierten die dritte Heimniederlage im fünften Spiel.
Wie inzwischen schon gewohnt, startete der VfL sehr druckvoll und erarbeitete sich die ersten Chancen. So wie in der fünften Minute, als Liviu Pantea eine Keri Flanke direkt annahm, aber am guten Aschheimer Torhüter Dominik Borgmann scheiterte. Doch fasst im Gegenzug dann das blanke Entsetzen allen VfLern. Die Führung der Gäste aus dem Nichts. Ferhat Mavi flankte von rechts in den Strafraum, wo Marco Ivic den Ball gegen die Laufrichtung von Bernhard Auer ins Tor schob. Fünf Minuten später ging ein Weitschuss von Patrick Keri nur knapp am Tor vorbei. In der 17. Minute dann eine gute Szene der Gäste. Ein weiter Ball in den Strafraum des VfL, alle glaubten der Ball geht ins aus, doch Mavi beförderte ihn per Rückzieher brandgefährlich vors Tor. Doch zum Glück erwischte Alex Schilcher den Ball nicht. Das hätte auch schon das 2:0 sein können. Zehn Minuten später fiel es dann auch unter tatkräftiger Mithilfe des VfL Kapitän Benjamin Hadzic. Dieser hatte den Ball sicher, ließ ihn sich aber von Maxi Frieß abnehmen. Der stand plötzlich mutterseelenalleine im Strafraum vor Auer und überlupfte ihn zum 2:0. Zwei Minuten später lag der Ball im Gehäuse der Aschheimer, doch der Treffer fand keine Anerkennung, da Markus Gibis es in Maradonna Manier versuchte. Folgerichtig erhielt er für dieses absichtliche Handspiel die Gelbe Karte. Zehn Minuten vor der Pause hätte der Anschlusstreffer eigentlich fallen müssen, doch Radu-Christian Luca konnte den Ball, freistehend vor Borgmann, nicht im Tor unterbringen. So ging es in die Pause.
Adrian Malec stellte zu Beginn der zweiten Halbzeit taktisch um, brachte Waldemar Miller für den glücklosen Luca, dafür ging Markus Gibis in die Spitze. Diese Umstellung schien Früchte zu tragen, denn nur Sekunden nach Wiederanpfiff gleich die erste VfL Chance. Flanke Pantea, doch Gibis verpasste in aussichtsreicher Position nur knapp. Drei Minuten später hatte der FCA großes Glück. Freistoß fast von der Eckfahne. Stadlmayr flankte gefährlich vors Tor. Der Ball wurde abgewehrt und Christoph Unterhubers Nachschuss aus gut 16 Metern ging nur an die Latte. Pech für den VfL, der sich weiterhin bemühte, aber heute keinen Erfolg hatte. Ganz das Gegenteil bei den Gästen. Flanke von links in den VfL Strafraum, Ercan Maraz kam freistehend zum Schuss und ließ Auer keine Chance. Die Entscheidung in der 58. Minute, die Gäste führten 3:0. Danach hatte der VfL zwar noch zwei Möglichkeiten, ein Stadlmayr Freistoß verfehlte nur knapp sein Ziel und Gibis verzog nach einem Eckball nur um Millimeter, doch im Großen und Ganzen resignierte der VfL und fand sich mit der Niederlage ab. Nach vorne ging so gut wie gar nichts mehr, Zweikämpfe wurden verloren, kaum noch ein Pass fand seinen Anspielpartner. Was war los mit dem VfL? Selbst Coach Adrian Malec saß noch zehn Minuten nach Abpfiff rat- und sprachlos auf der Bank. Dazu fiel ihm einfach nichts mehr ein.
Zwei Minuten vor dem Ende war es erneut Christoph Unterhuber, der nur das Gestänge des gegnerischen Tores traf, diesmal war es der Pfosten. Dem VfL blieb es heute verwehrt, das Tor zu treffen. Trotz Überlegenheit und viel höherem Ballbesitz ging man 0:3 baden! Das war bereits die dritte Heimniederlage in dieser Saison und bereits nächsten Samstag trifft man im Jahnstadion auf den starken Aufsteiger vom ESV Freilassing.
 
Spielstatistik:
Tore: 0:1 Ivic (7.), 0:2 Frieß (27.) und 0:3 Maraz (58.)
besondere Vorkommnisse: keine
Aufstellungen:
VfL: 1 Auer, 2 Unterhuber, 3 Keri, 4 Helldobler (ab 73. 13 Balck), 5 Hadzic (C),  6 Stadlmayr (ab 70. 14 Sagi), 7 Pantea, 8 Deutsch, 9 Popa, 10 Gibis, 11 Luca (ab 46.  12 Miller)
FCA: 1 Borgmann, 2 Arzberger, 5 Rezazadeh, 7 Maraz, 8 Soave (C), 9 Frieß (ab 81. 4 Nart), 10 Mavi (76. 12 Jurgeleit), 11 Ivic (ab 75. 18 Kraus), 15 Kaun, 16 Stubenvoll, 23 Schilcher
Schiedsrichter: SR: Andreas Gruber, A1: Herbert Sigl, A2: Bernhard Schiller
Zuschauer: 150