VfL Waldkraiburg-ESV Freilassing 2:2 (2:0)

Nach 2:0 Pausenführung glückliches Unentschieden

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  • Andy Balck sorgte für das Kuriosum der Saison: wenige Sekunden nach seiner Einwechslung flog er vom Platz
    Andy Balck sorgte für das Kuriosum der Saison: wenige Sekunden nach seiner Einwechslung flog er vom Platz

Die knapp 150 Zuschauer sahen mal wieder ein ereignisreiches Spiel im Jahnstadion. Zur Halbzeitpause führten die Hausherren verdient 2:0. Nach dem Wechsel schien der VfL nicht mehr auf dem Platz zu sein und der ESV Freilassing konnte das Spiel ausgleichen. Kurz vor dem Ende, als der VfL nach einer Roten und einer Gelb-Roten Karte nur noch zu neunt auf dem Feld waren, vergab der ESV durch einen verschossenen Foulelfmeter, die große Chance zum Sieg. So endete das Spiel leistungsgerecht 2:2.
 
VfL Coach Adrian Malec überraschte mit seiner Aufstellung ließ den etatmäßigen Kapitän Benjamin Hadzic auf der Bank. Ein eher verhaltener Beginn des VfL. Nach knapp fünf Minuten prüfte der Freilassinger Daniel Leitz aus gut 16 Metern das erste Mal Bernhard Auer. Kurz darauf auch die erste Chance für die Hausherren. Nach einer Flanke von Manuel Stadlmayr verfehlte Miller nur knapp. Der erste konstruktive Angriff brachte dann gleich das 1:0. Waldemar Miller ging auf links durch und flankte mustergültig auf Radu-Christian Luca. Der ließ ESV Keeper Stefan Schönberger mit einem platzierten Kopfball ins lange Eck er keine Chance. Kurz darauf hat Luca, nach einem wunderschönen Trick von Pantea, dann sogar das 2:0 auf dem Fuß, doch er verzog den Ball. Im Gegenzug fehlte ein Weitschuss von Erwin Haas nur knapp das Tor. In der 23. Minute tankte sich Miller wieder auf der linken Seite durch, seine Flanke wehrte der Freilassinger Abwehrspieler Andre Köppl mit der Hand ab. Den fälligen Elfmeter verwandelte Liviu Pantea gekonnt. Er verlud den ESV Keeper und schob den Ball ins linke Eck. Der VfL machte weiter Druck und war jetzt die überlegene Mannschaft. In der 36. Minute der schönste Angriff des Spiels, der eigentlich ein Tor verdient hätte. Von Auer ausgehend ging der Ball über sieben, acht Stationen bis an den Strafraum des ESV, doch der gefährliche Schuss von Markus Gibis wurde abgefälscht. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatten beide Mannschaften noch eine dicke Möglichkeit. Erst touchierte ein Stadlmayr Freistoß aus gut 30 Metern den Pfosten und danach rettete Auer in höchster Not vor dem einschussbereiten Albert Deiter.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte der ESV Coach Herrmann Lindner um, und brachte mit Andy Brandl einen dritten Stürmer. Gleich der erste Angriff brachte den Erfolg. Daniel Leitz nahm im Strafraum eine Flanke volley aus der Luft und ließ Auer keine Chance. Der ESV machte nun weiter Druck auf den Ausgleich. Der VfL war in der zweiten Halbzeit nicht mehr wieder zu erkennen und war nur noch durch Standartsituationen gefährlich. Wie in der 56. Minute als Pantea einen Freistoß aus 20 Metern knapp übers Tor setzte. In der 64. Minute war dann wieder Leitz zur Stelle und konnte den Ausgleich erzielen. Schulbuchmäßiger Angriff des ESV, Deiter vernaschte den gerade eingewechselten Mleko und passte auf seinen
Sturmpartner Leitz, der Auer aus zehn Metern unhaltbar überwand. In der 68. Minute dann das Kuriosum der Saison. Andy Balck schaffte es ohne eine Ballberührung nach nicht einmal 20 Sekunden vom Platz zu fliegen. Nach seiner Einwechslung, legte er sich den Ball im Mittelfeld zum Freistoß zurecht, klatschte in die Hände und feuerte seine Mitspieler mit dem Spruch an: „Komm, den Affen zeigen wir es jetzt!“ Schiedsrichter Sebastian Weber wertete dies als Beleidigung der Gästemannschaft und verwies ihn vom Feld. In der 72. Minute fischte Schönberger einen platzierten Pantea Freistoß aus dem Eck. Drei Minuten später musste dann auch Pantea wegen unsportlichem Verhalten mit Gelb-Rot vom Platz, somit war der VfL in der letzten Viertelstunde nur noch zu neunt. Der ESV machte zwar Druck, konnte sich aber keine zwingenden Torchancen erarbeiten. Drei Minuten vor dem Ende dann großes Entsetzen bei den VfL Fans. Schiri Weber zeigt nach einer Berührung von Mleko an Deiter im Strafraum auf den ominösen Punkt. Andre Köppl tritt an und knallt den Ball an die Latte. Kurz darauf pfiff der Schiri die Partie ab.
Der VfL Coach Adrian Malec verstand nach dem Spiel die Welt, bzw. seine Mannschaft nicht mehr und war sehr erzürnt: „Wie kann man eine so sichere 2:0 Führung nur verspielen? Letzte Woche war es die erste Halbzeit und diese Woche die zweite! Das kann`s doch nicht sein.“ Viel Zeit bleibt Malec nicht, seine Mannen wieder in die Spur zu bringen, denn bereits am Mittwoch geht es für den VfL weiter, dann kommt der TSV Ebersberg ins Jahnstadion.
 
Spielstatistik:
Tore: 1:0 Luca (10.), 2:0 Pantea (24./Handelfmeter), 2:1 Leitz (46.), 2:2 Leitz (64.)
besondere Vorkommnisse: Rote Karte VfL: Balck (69./grobe Unsportlichkeit), Gelb-Rote Karte VfL: Pantea (75./Unsportlichkeit), Köppl (ESV) verschießt Foulelfmeter (88.)
Aufstellungen:
VfL: 1 Auer (C), 2 Unterhuber, 3 Stuiber, 4 Helldobler (ab 57. 13 Mleko), 5 Popa,  6 Stadlmayr (ab 68. 15 Balck), 7 Pantea, 8 Deutsch, 9 Popa, 10 Gibis, 11 Luca (ab 72.  14 Kleinschwärzer)
ESV: 1 Schönberger, 2 Niederstrasser, 3 Weiß (ab 46. 15 Otto), 4 Gezer (ab 46. Brandl), 5 Jung C. (C), 6 Köppl, 7 Jung M. (ab 90. 9 Triller), 8 Haas, 10 Krojer, 11 Deiter, 20 Leitz
Schiedsrichter: SR: Sebastian Weber, A1: Günther Wilhelm, A2: Lewis Marsh
Zuschauer: 150