VfL Waldkraiburg - SB Chiemgau Traunstein 1:2 (0:2)

Schlechte 1. Halbzeit kostet dem VfL die erhofften Punkte

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  • Radu Popa erzielte den einzigsten VfL Treffer
    Radu Popa erzielte den einzigsten VfL Treffer

Mit großen Erwartungen, war der VfL in die Partie gegen den Tabellenvorletzten SB Chiemgau Traunstein gegangen, doch eine „unterirdische“ erste Halbzeit brachte die Ernüchterung. Nach einem 0:2 Pausenrückstand gelang dem VfL durch Radu Popa nur noch der Anschlusstreffer. Fast wäre zwar noch der Ausgleich gefallen, aber auch die Gäste verpassten die Chance auf einen Kantersieg.
Die knapp 150 Zuschauer sahen einen sehr verhalten Beginn. Der VfL hatte erst nach der ersten Ecke von Liviu Pantea in der 9. Minute die erste Möglichkeit, doch der Kopfball von Markus Gibis konnte noch kurz vor der Linie abgewehrt werden. Drei Minuten später erste Möglichkeit der Gäste und das 0:1. Der VfL verlor im Mittelfeld den Ball, der dann zu Patrick Schön kam. Der ging in den Strafraum und passte quer zu Stefan Mauerkirchner, der aus stark abseitsverdächtiger Position, ungehindert einschieben konnte. Die Industriestädter wirkten wie geschockt, es gelang nichts mehr. Glück in der 19. Minute, als Schön nach einer Hereingabe von Maxi Probst am Ball vorbeisprang. Doch zwei Minuten lag die Kugel im Tor und die Gäste bejubelten ihren zweiten Treffer. Schöne Aktion von Maxi Probst, der in den Strafraum eindringt, an Auer vorbei ging und Richtung schoss. Der Ball wäre auch ins Tor gegangen, doch sein Mitspieler Patrick Schön klaute ihm den Treffer und schob den Ball noch über die Torlinie. Nach knapp einer halben Stunde der erste ansehnliche Angriff des VfL. Pantea tankte sich auf der rechten Seite durch und passte quer auf die andere Seite zu Waldemar Miller. Dessen Kopfball nahm Jure Loboda per Seitfallzieher direkt, doch Schiedsrichter Kevin Philipp pfiff hohes Bein. Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel hätte eigentlich das 0:3 fallen müssen. Erneut drang Probst in den Strafraum und umspielte Auer, doch seinen Pass konnte Schön nicht im leeren Tor unterbringen. In der 42. Minute bejubelte der VfL den Anschlusstreffer, doch er fand wegen angeblicher Abseitsstellung keine Anerkennung. Schöner Pass von Andy Balck in die Tiefe, Yves Deutsch nahm ihn direkt und traf. Fast mit dem Pausenpfiff verfehlte ein abgefälschter Freistoß von Deutsch nur knapp das Tor.
Trainer Malec reagierte und brachte Gergely Sagi für den glücklosen Loboda. Markus Gibis lief in den Strafraum, flankte zu Sagi und dessen platzierter Schuss konnte TW Schreiber gerade noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken. Sekunden später erneute Großtat von Schreiber. Sagi passte kurz zu Pantea, der quer zu Miller. Miller umdribbelte  drei Gegenspieler und schoss, Schreiber machte sich lang und konnte zur Ecke klären. 30 Minuten vor Schluss kam Sagi über außen und verzog. Eine Flanke hätte sicherlich mehr gebracht. Wenige Minuten später lag der Ball im VfL Tor, doch es war Abseits. Maxi Probst schoss aus spitzem Winkel und der im abseitsstehende Patrick Schön drückte das Leder aus kürzester Distanz über die Linie. In der 67. Minute großer Jubel beim VfL, denn der Anschlusstreffer war gefallen. Super Vorarbeit von Markus Gibis, der im Strafraum uneigennützig quer zu Popa passte, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben muss. Fünf Minuten später fast der Ausgleich, doch der freistehende Yves Deutschs nahm den Ball volley und hämmerte ihn übers Tor. Kurz drauf, wurde ein weiter Einwurf von Miller mit dem Kopf abgewehrt, doch der Weitschuss von Andy Balck ging knapp übers Gehäuse. Die letzten zehn Minuten waren dann die besten des ganzen Spiels. Der VfL versuchte noch einmal alles und die Traunsteiner konterten. Dabei hatte der VfL zweimal mächtig Glück. Innerhalb weniger Sekunden verfehlen Maxi Probst und auch der eingewechselte Tony Schneider nicht nur den Ball, sondern auch das leere Tor. Auch in der Nachspielzeit gelang dem VfL der Ausgleich nicht mehr. Dementsprechend fiel auch die Spielanalyse von Coach Adrian Malec aus: „Nach einer unterirdischen ersten Halbzeit und einem undiskutablen Zweikampfverhalten, bin ich sehr enttäuscht von meinem Team. Die zweite Hälfte war ok, wenn wir so von Anfang an gespielt hätten, hätten wir heute nicht verloren.“
Bereits am Mittwochabend hat der VfL die Chance sich zu rehabilitieren. Dann findet das Nachholspiel gegen den SB DJK Rosenheim statt. Anstoß ist um 19:30 Uhr.
 
Tore: 0:1 Mauerkirchner (12.), 0:2 Schön (21.) u. 1:2 Popa (67.)
VfL: 1 Auer, 2 Rudolf (ab 58. 15 Wimmer), 3 Loboda (ab 46. 13 Sagi), 4 Stuiber, 5 Hadzic (C), 6 Balck, 7 Pantea, 8 Deutsch, 9 Popa, 10 Gibis, 11 Miller
SBC: 1 Schreiber, 2 Bauer (ab 74. 17 Dengel) 4 Thudt, 6 Mayer, 7 Berz (ab 69. 11 Schneider), 8 Schön, 9 Mauerkirchner, 10 Probst (ab 89. 12 Wendlinger), 15 Trzewik, 16 Wittmann, 21 Marchl
besondere Vorkommnisse:keine
Schiedsrichter: Kevin Philipp (München), A1: Gerhard Ferlisch, A2: Florian Neubert
Zuschauer: 150