FC Aschheim - VfL Waldkraiburg 0:1 (0:0)

Cleverer VfL landet Last-Minute-Sieg

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  • Radu Popa auf dem Weg zum 1:0 kurz vor Spielende (Foto: Doris Dungel)
    Radu Popa auf dem Weg zum 1:0 kurz vor Spielende (Foto: Doris Dungel)
    Jubel beim VfL, der Sieg ist unter Dach und Fach (Foto: Doris Dungel)Foul von Soave an Popa - klares Gelb (Foto: Doris Dungel)

Mit dem Goldenen Tor von Radu Popa in der Schlussphase konnte der VfL Waldkraiburg die drei Punkte aus Aschheim entführen. Die Anfangsphase gehörte klar dem VfL, bereits da hätte man in Führung gehen müssen. Mitte der ersten Halbzeit übernahmen die Hausherren vor nur 35 Zuschauer das Ruder, doch auch sie konnten ihre Möglichkeiten nicht nutzen. Nach einer taktischen Umstellung in der zweiten Halbzeit und einer cleveren Leistung kam der ersatzgeschwächte VfL zu einem letztendlich verdienten Erfolg.
Knapp fünf Minuten waren gespielt, als sich Markus Gibis im Mittelfeld den Ball eroberte und Gerely Sagi schickte. Der flankte präzise in den 16er, doch Torwart Geisbauer konnte den Ball vor dem einköpfbereiten Radu Popa abfangen. Was für eine Möglichkeit in der elften Minute! Freistoß für den VfL, der wurde abgeblockt, Raimund Stuiber schlug die Kugel in den Strafraum, der FCA Goali rutschte am Ball vorbei, doch für Kapitän Benjamin Hadzic wurde der Winkel zu spitz. Kurz drauf erneut ein Freistoß von Pantea und Hadzic köpfte nur knapp vorbei. Danach verfehlte Gibis eine Sagi Flanke nur um Zentimeter. Mit der ersten Standartsituation auch die erste Chance für die Hausherren. Ercan Maraz, der Mann für die ruhenden Bälle beim FCA, setzte einen 25 Meter Freistoß am Tor vorbei. Im Gegenzug schickte Pantea den jungen Manuel Kraus steil, doch er verfehlte die Flanke nur um Millimeter. Minuten später musste sich VfL Goali Barni Auer schon ganz lang machen, um die misslungene Flanke von Gianfranco Soave noch abzuwehren. Der Nachschuss von Maraz landete auf dem Tornetz. Nur zwei Minuten später geht Michael Geiger in den Strafraum, doch Auer kann mit dem Fuß parieren und der zweite Versuch aus spitzem Winkel streifte die Latte. Nach einer guten halben Stunde eine schöne Kombination der Münchener Vorstädter, Geiger passte in den freien Raum, Marco Ivic hätte einschießen können, doch er traf nur den Waldkraiburger Abwehrspieler Johannes Helldobler, der seinen ersten Einsatz in der Rückrunde feiern konnte. Kurz vor der Pause nochmal eine Freistoßchance für die Hausherren, doch Maraz schoss aus gut 20 Metern nur ganz knapp vorbei.
Es dauerte fast zehn Minuten bis zur ersten nennenswerten Chance. Angeschnittener Freistoß von Liviu Pantea vom 16er Eck, doch der mitgelaufene Hadzic verfehlte nur knapp. Nach einer Stunde der taktische Wechsel durch Coach Adrian Malec. Er brachte mit Jure Loboda einen zweiten Stürmer, um die Aschheimer noch mehr unter Druck zu setzen. Im Anschluss Freistoß für den VfL. Radu Popa brachte den Ball angeschnitten aufs Tor, doch Geisbauer lenkte mit den Fingerspitzen Ball gerade noch über die Latte. In der 70. Minute die einzigste Möglichkeit des Heimteams in der zweiten Halbzeit, aber was für eine. Geier drang in den Strafraum ein, umspielte Auer und zog ab, doch Helldobler rettete kurz vor der Linie. Fünf Minuten danach die Möglichkeit für den VfL zur Führung. Popa spielte in den 16er auf den freistehenden Gibis, der verzögerte seinen Schuss, doch Geisbauer konnte den Ball noch irgendwie vorm einschlagen retten. Der Nachschuss von Loboda ging ans Außennetz. Fünf Minuten vor dem Ende gab es noch einmal einen Freistoß für die Gäste. Erneut war Geisbauer auf dem Posten und wehrte Panteas Schuss ab. Kurz vor dem Ende rief ein Aschheimer Fan: „Gebt noch mal Gas, die sind platt!“ Wie platt sie waren bewiesen die Industriestädter bei ihrem nächsten und alles entscheidenden Angriff. Gerely Sagi kam über die rechte Außenbahn, sah den freistehenden Radu Popa und bediente diesen mustergültig. Popa umspielte den Torwart und einen Abwehrspieler und traf aus ganz spitzem Winkel zur Gästeführung. Der VfL wurde für seine clevere Spielweise in der zweiten Halbzeit doch noch belohnt und konnte mit drei Punkten im Gepäck nach Hause fahren. Für die Aschheimer wird es jetzt ganz eng, die Klasse noch zu halten.
Coach Adrian Malec zeigte sich nach dem Spiel glücklich und zufrieden: „In der ersten Halbzeit agierten wir ein wenig defensiver, da ich beide Außenverteidiger umstellen musste. In der zweiten Halbzeit habe ich einen zweiten Stürmer gebracht und wir wurden für unsere clevere und abwartende Spielweise belohnt. Aufgrund der guten zweiten Hälfte geht der Sieg vollkommen in Ordnung.“
Für den VfL geht es nächste Woche zum Tabellenzweiten vom ESV Freilassing.
 
Spielzusammenfassung:
Aufstellungen:
VfL: 1 Auer, 2 Rudolf (ab 85. 14 Balck), 3 Helldobler, 4 Stuiber, 5 Hadzic (C), 6 Sagi (ab 90. Szczuka), 7 Pantea, 8 Deutsch, 9 Popa, 10 Gibis, 11 Kraus (ab 61. Loboda)
FCA: 1 Geisbauer, 2 Arzberger, 4 Nart, 5 Rezazadeh, 7 Maraz (C), 8 Soave, 11 Ivic (ab 81. 9 Frieß), 12 Zegiri (ab 67. 10 Bodurka), 14 Geier, 15 Kaun, 18 Müller
Tor: 0:1 Popa (88.)
besondere Vorkommnisse: keine
Schiedsrichter: Markus Fraunhofer (Paunzhausen), A1: Fabian Wildmoser, A2: Rudolf Fraunhofer
Zuschauer: 35

(Bilder zum Spiel finden Sie in der Gallerie der 1. Mannschaft)