ESV Freilassing - VfL Waldkraiburg 1:1 (1:0)

VfL verschenkte 2 Punkte in Freilassing

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  • "Goldköpfchen" Markus Gibis erzielte nach einer Ecke von Manuel Stadlmayr den mehr als verdienten Ausgleich
    "Goldköpfchen" Markus Gibis erzielte nach einer Ecke von Manuel Stadlmayr den mehr als verdienten Ausgleich

Der VfL Waldkraiburg war bei seinem Gastspiel in Freilassing die klar überlegene Mannschaft und verpasste es den Sack zu zumachen. Chancen dazu hatte man in Hülle und Fülle, doch auch die besten ließ man ungenutzt. Der ESV erzielte mit seiner ersten guten Möglichkeit, Mitte der ersten Hälfte, die glückliche Führung, die Markus Gibis erst eine halbe Stunde vor Schluss, nach einer Ecke per Kopf ausgleichen konnte. Mit dem einen gewonnen Punkt sind die Hausherren eher zufrieden. Wie sagte Kapitän Benny Hadzic treffend: „Wir haben 1:1 verloren!“
Bei bestem Fußballwetter sahen die über 200 Zuschauer im Freilassinger ESV-Stadion eine von Anfang an spielbestimmende Gästemannschaft. Allein in den ersten 20 Minuten hatte der VfL fünf Torchancen, ehe die Freilassinger das erste Mal in Richtung VfL Tor kamen, abgesehen von der dritten Minute, als Barnie Auer eine Rückgabe von Johannes Helldobler, durch die Arme gleiten ließ. Schon in der ersten Minute strich ein Freistoß aus 20 Metern von Pantea nur knapp am Tor vorbei. Kurz drauf, konnte der ESV-Goali Stefan Schönberger einen Freistoß von Manuel Stadlmayr kurz vor Gibis abfangen. Nach zwölf Minuten ging Markus Gibis allein auf den ESV-Keeper zu, konnte diesen aber nicht überwinden. Beim anschließenden Eckball von Pantea rutschte Gibis der Ball über den Scheitel, so dass Schönberger kein Problem hatte, die Kugel abzufangen. Minuten später passte Radu Popa auf Waldemar Miller, der war auf und davon, ließ seinen Gegenspieler stehen und drang in den Strafraum ein, doch sein Schuss wurde noch zur Ecke abgefälscht. Nach 22 Minuten flanke Daniel Leitz zu Erwin Haas, doch Stadlmayr konnte klären, ehe es gefährlich wurde. Dann gab es einen Freistoß für die Hausherren aus der eigenen Hälfte. Manuel Weiß schlug den Ball 60 Meter quer übers Feld zu Daniel Leitz, der ihn ungehindert annahm, in den Strafraum ging und trocken abzog. Der Ball landete unhaltbar für Auer in den Maschen des VfL Tores. Sein Gegenspieler Johannes Helldobler machte bei dieser Aktion keine gute Figur. Die Führung der Hausherren wie aus heiterem Himmel, doch der VfL machte weiter Druck. Nach einem Freistoß von Stadlmayr brachte es Pantea freistehend fertig, den Ball aus nur einem Meter an den Pfosten zu köpfen. Im Gegenzug war der Schuss von Albert Deiter kein Problem für Auer. Nach einer erneuten Ecke von Pantea köpfte Radu Popa den Ball nur aufs Tornetz. Kurz vor der Pause noch zwei Möglichkeiten des ESV, doch beide Male war der gute Barnie Auer auf dem Posten. Erst fing er den Kopfball von Martin Poschner, dann den Schuss von Deiter. So ging der ESV mit einer glücklichen Führung in die Pause.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte der ESV die ersten Akzente. Nika flankte von außen in den Strafraum, Deiter wollte den Ball spektakulär mit der Hacke ins Tor schieben, was ihm misslang und der anschließende Schuss von Krojer ging am Tor vorbei. Minuten später wieder ein Angriff über Petrit Nika, der vernaschte Stuiber und flankte flach in den 16er, vorbei an Freund und Feind. Johannes Helldobler brachte den Ball dann nicht unter Kontrolle, so dass Manuel Weiß freistehend zum Schuss kam. Doch der vergab diese große Möglichkeit kläglich. Nach fast einer Stunde begann eine Druckperiode des VfL. Langer Ball von Helldobler auf Gibis, der verlängerte mit der Hacke zum eingewechselten Manuel Kraus, doch dessen Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Die brachte Stadlmayr auf den langen Pfosten, wo "Goldköpfen" Markus Gibis goldrichtig stand und fast ungehindert zum mehr als verdienten Ausgleich einköpfen konnte. Nur eine Minute später hatte Popa die Möglichkeit zur VfL Führung, doch freistehend schoss er den Ball am Tor vorbei. Dann ein strammer Schuss vom Linksfuß Stadlmayr, den Schönberger im letzten Moment noch retten konnte, auch beim Nachschuss von Popa ist er zur Stelle. 20 Minuten vor Schluss hätte eigentlich die Führung für den VfL fallen müssen, doch Gibis vergab diese große Chance, als er freistehend im Strafraum zum Schuss kommt. In der 72. Minute gab es Freistoß für die Hausherren, den Deiter nur ganz knapp am Tor vorbei schoß. Trainer Hermann Lindner nutzt die Möglichkeit und wechselte den Torjäger der letzten Saison Andy Brandl ein. Der eingewechselte Brandl hatte es innerhalb weniger Minuten zwei Mal auf dem Fuß seinen ESV in Führung zu bringen. Zuerst vergab er freistehend nach einem Abwehrfehler des VfL und dann rutschte er, das leere Tor im Blickfeld, am Ball vorbei. Kurz vor Schluss hatte der VfL noch zwei gute Möglichkeiten. Zuerst Ecke von Popa auf den langen Pfosten, den mißglückten Schussversuch von Kraus konnte Hadzic aber nicht entscheidend abfälschen. In der letzten Minute versuchte es der eingewechselte Gerely Sagi noch einmal über außen, doch auch er scheiterte am sehr guten Schönberger. So blieb es letztendlich bei einem Unentschieden, mit dem aber beide Mannschaften leben können. Trainer Adrian Malec zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: „Wenn man so viele Möglichkeiten auslässt, kann man mit dem Punkt eigentlich nicht zufrieden sein. Wir hatten Chancen um zwei Spiele zu gewinnen…unglaublich! Der Dreier heute wäre so wichtig gewesen, um den Abstand nach vorne zu verkürzen.“
Jetzt kommt es am kommenden Samstag in Waldkraiburg zum Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Ottobrunn. Die nächste Möglichkeit, nach vorne zu schauen. Los geht’s im Jahnstadion um 15 Uhr.
 
Spielzusammenfassung:
Aufstellungen: ESV: 1 Schönberger (C), 2 Niederstrasser, 3 Weiß, 4 Poschner, 5 Dirnberger, 6 Köppl, 7 Nika (ab 72. 9 Brandl), 8 Haas, 10 Krojer, 11 Deiter, 20 Leitz
VfL: 1 Auer, 2 Helldobler, 3 Stadlmayr, 4 Stuiber, 5 Hadzic (C), 6 Balck, 7 Pantea (ab 80. 14 Sagi), 8 Loboda (ab 46. 12 Kraus), 9 Popa, 10 Gibis, 11 Miller
Tore: 1:0 Leitz (24.), 1:1 Gibis (58.)
besondere Vorkommnisse: keine
Schiedsrichter: Thomas Eisenreich (Eglharting), A1: Björn Zimmermeier, A2: Wolfgang Ettl
Zuschauer: 200