Mal nachgefragt!

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  • Spielertrainer Markus Gibis mit skeptischem Blick beim Training...er will das Maximum heraus holen
    Spielertrainer Markus Gibis mit skeptischem Blick beim Training...er will das Maximum heraus holen

Markus Gibis (31) ist seit Mai 2013 als Spielertrainer der ersten Herrenmannschaft beim VfL tätig. Eine ganz neue Position für den Spieler, der seit seiner Kindheit für den VfL Waldkraiburg – mit Zwischenstopp in der Bayernliga beim TSV Buchbach -  spielt.  Im Interview hat er uns erzählt, wie sich diese neue Rolle anfühlt.
 
 
Vom Spieler zum Spielertrainer. Wie gefällt Dir Deine neue Rolle?
Es hat sich schon einiges geändert. Auf einmal bist Du der Kopf der Mannschaft und hast eine echte Führungsposition und viel mehr Verantwortung als zuvor. Aber ich fühle mich sehr wohl in dieser neuen Rolle.
 
Wolltest Du schon immer Trainer werden?
Je länger man als Spieler aktiv ist und je älter man wird, desto größer ist der Wunsch, seine Erfahrungen vor allem an jüngere Spieler weiterzugeben. Ich habe mit dem Trainerschein angefangen und schon beim ersten Kurs gewusst, dass der Trainerjob genau die richtige Weiterentwicklung als Sportler ist.  
 
Was macht Dir besonders Spaß an Deinem neuen Job?
Ich arbeite total gern mit meiner Mannschaft zusammen. Die jungen Spieler sind echt motiviert und auch die "alten Hasen" ziehen super mit. Ich freue mich, dass mir mein Verein diese Chance gegeben hat.
 
Was ist die größte Herausforderung?
Als Spielertrainer bist Du ständig gefordert. Einerseits musst Du auf dem Platz Deine Leistung bringen und gleichzeitig musst Du als Trainer funktionieren und die Mannschaft in die richtige Richtung schieben. Ich bin sehr froh, dass ich mit Dani Dungel einen so erfahrenen Co-Trainer habe. Er hat einen ganz anderen Blick vom Spielfeldrand aus und bringt das nötige theoretische Know-how mit, das mir in manchen Situationen einfach noch fehlt. Wir ergänzen uns da echt super.
 
Was ist neu für Dich?
Die Trainings zu leiten und selbst zu gestalten und meine Spieler zu motivieren – auch wenn es mal nicht so gut läuft und man vielleicht selbst gern den Kopf hängen lassen würde… Das sind alles neue Erfahrungen, die ich gerade mache. Aber gerade in solchen Situationen kann ich mich auf die Mannschaft verlassen. Sie unterstützen mich da voll und außerdem bin ich sehr ehrgeizig, das hilft mir, mich immer wieder zu motivieren.
 
Konntest Ihr bisher das umsetzen, was Ihr Euch vorgenommen habt?
Teils, teils. In den letzten Spielen haben wir uns aus einem Rückstand immer wieder ran gekämpft. Das zeigt, dass die Mannschaft an sich in Takt ist. Spielerisch sind wir noch nicht so eingespielt und deswegen bleiben die klaren Siege momentan noch aus. Aber wir arbeiten daran.
 
Wie machen sich unsere neuen, jungen Spieler?
Sehr gut, wie ich finde. Sie identifizieren sich mit der Mannschaft - das ist die Basis für eine erfolgreiche Teamleistung. Wir wollen Sie bestmöglich fördern und gemeinsam mit ihnen ihren Platz in der Mannschaft finden.
 
Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?
Wir sind ein großes Team. Auch in Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft. Alois Gremaud leistet da tolle Arbeit. Anfangs hatte ich selbst natürlich ein paar Bedenken, ob mich die Spieler - und da vor allem die älteren - als Trainer akzeptieren. Aber ich bin ich wirklich begeistert, denn alle ziehen mit. Auch im Training. Ich genieße vollstes Vertrauen meiner Mannschaft und das beruht auf Gegenseitigkeit. Das macht wirklich Spaß!
 
Bisher lassen wir ja noch einige Punkte auf der Strecke liegen…
Ja, das ist natürlich ärgerlich, dass wir momentan noch nicht die Punkte mitnehmen, die wir eigentlich brauchen. Aber wir brauchen als Mannschaft noch ein bisschen Zeit, um uns einzuspielen. Und ich bin mir sicher, dass sich die Zuschauer noch auf weitere Siege freuen dürfen, wir bleiben ehrgeizig und kämpfen als Team!
 
Welche Ziele habt Ihr Euch für die Saison gesteckt?
Ganz klar den Klassenerhalt. Wir als Trainerteam wollen aus dieser jungen Mannschaft eine bezirksligafähige Mannschaft formen und jeden einzelnen Spieler weiterentwickeln.
 
Wie hat sich der erste Sieg der Saison als Coach angefühlt?
Geil! Und wir wollen mehr!