SV Aschau - VfL Waldkraiburg 3:1 (1:1)

Schlechteste Saisonleistung brachte Niederlage im Derby

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  • Sergiu Popas abgefälschter Schuss brachte den zwischenzeitlichen Ausgleich
    Sergiu Popas abgefälschter Schuss brachte den zwischenzeitlichen Ausgleich

Alles war angerichtet, bestes Fußballwetter, gut bespielbarer Platz und viele Fans beim Derby zwischen den SV Aschau und dem VfL Waldkraiburg. Doch was die knapp 500 Zuschauer zu sehen bekamen, war Fußballmagerkost. Viele Fehlpässe, kleine Fouls, kein konstruktiver Spielaufbau und wenige Torchancen prägten das Spielgeschehen. Mit der ersten Chance das 1:0 für die Hausherren durch Christian Richter (14.). Ein abgefälschter Weitschuss von Sergiu Popa brachte den Ausgleich (28.). Nach der Pause konterten die Veilchen im eigenen Stadion und konnten in den letzten zehn Minuten die beiden entscheidenden Treffer, von erneut Christian Richter (81.) und dem eingewechselten Nico Reipert (88.), zum ersten Saisonsieg erzielen.
Alles warnen half nichts, der VfL fand beim Derby beim SV Aschau zu keiner Zeit ins Spiel. Zu viele Fehlpässe und ein schlechtes Zweikampfverhalten brachten letztendlich den verdienten Sieg der Veilchen ein. Der SVA schien motivierter ans Werk zu gehen und störte den VfL, immer wieder durch kleine Fouls, geschickt im Spielaufbau. Die erste Chance im Spiel hatten die Gäste. Nach einem Eckball von Matti Szczuka kam Burhan Karababa aus der Drehung zum Schuss, doch das Leder ging knapp daneben. Nach knapp einer Viertelstunde führten die Hausherren 1:0. Daniel Neumeier setzte sich auf der rechten Seite durch, flankte genau auf Christian Richter und dessen Kopfball schlug hinter dem machtlosen Barne Auer ein. Knapp 15 Minuten später schlug der VfL zurück. Nach einem schönen Zuspiel von Liviu Pantea schoss Sergiu Popa auf`s Aschauer Tor. Ein Abwehrbein fälschte den Ball, der sich unhaltbar für Matthias Geyer ins lange Eck senkte, ab. Kurz drauf versuchte es Birol Karatepe aus der Distanz, doch sein 25-Meter Schuss ging daneben. Kurz vor der Pause noch zwei Chancen für den VfL. Pantea passte auf Karababa, der legte den Ball zurück, drehte sich und zog ab. Millimeter flog die Kugel am Pfosten vorbei. Mit dem Pausenpfiff überraschte Raimi Stuiber mit einem Schuss aus der Distanz fast Goali Geyer. Doch zur Pause blieb es beim 1:1.
Kurz nach dem Seitenwechsel verhinderte Martin Traunsberger die Führung der Veilchen. Sie griffen über rechts an, Neumeier flankte in den Strafraum zu Berghammer. Der ließ Auer aussteigen und zog ab, aber auf der Linie stand Traunsberger und konnte gerade noch klären. Beim nächsten Angriff der Industriestädter trieb Martin Traunsberger den Ball übers halbe Feld und spielte zu Liviu Pantea. Der flankte in den 16er, aber der Volleyschuss von Matti Szczuka verfehlte sein Ziel. Die letzte halbe Stunde gehörte dann dem Heimteam. Ein ums andere Mal sorgten sie mit gefährlichen Kontern für Aufregung. Plötzlich kam Daniel Neumeier im Fünfmeterraum frei zum Schuss, traf den Ball aber nicht voll, so dass Auer klären konnte (62.). Karatepe flankte von außen und erneut war es Neumeier, doch diesmal zielte er neben das Tor (68.). Der eingewechselte Nico Reipert schoss aus der Drehung, doch die Kugel flog am Tor vorbei (75.). In der 81. Minute war es aber dann soweit, der Ball lag im VfL-Gehäuse und der SV Aschau jubelte. Erneut war es Christian Richter, der Auer zum 2:1 überwinden konnte. Zwei Minuten später hatte Jure Loboda die Chance auszugleichen, doch sein Freistoß ging knapp drüber. Kurz vor Schluss dann die endgültige Entscheidung (88.). Neumeier passte auf den inzwischen in die Partie gekommenen Boran Turgut, der sah den ebenfalls eingewechselten Nico Reipert, der den Ball nur noch zum 3:1 Endstand über die Linie drücken brauchte.
Riesenjubel nach dem Schlusspfiff beim SV Aschau, denn am 17. Spieltag brachte man den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach und das im Derby gegen den VfL Waldkraiburg. Coach Markus Gibis ließ nach dem Spiel seinem Zorn freien Lauf und wies sein Team zurecht: „So kann man bei einem Derby nicht auftreten…wir haben 90% der Zweikämpfe verloren und Fehlpässe gespielt. Keiner hat das gezeigt, was ich erwartet habe! Wir sind mit dem 3:1 noch gut bedient, es hätte auch höher ausgehen können. Wenn wir nächste Woche gegen Traunstein solch eine Leistung zeigen, gehen wir zu Hause unter!“ Damit traf er den Nagel auf den Kopf. Der VfL steckt nach zwei Niederlagen in Folge wieder mitten im Abstiegskampf und steht auf dem Relegationsplatz. Auf das Trainerduo kommt in der kommenden Woche sehr viel Arbeit zu, die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen.
 
Spielstatistik:
Aufstellungen:
VfL: 1 Auer, 2 Swoboda (ab 86. 14 Brandwirth), 3 Tuculea, 4 Traunsberger, 5 Hadzic (C), 6 Popa (ab 76. 15 Keri), 7 Pantea, 8 Stuiber, 9 Karababa (ab 63. 12 Cossu), 10 Loboda  , 11 Szczuka (ab 75. 15 Helldobler)
SVA: 1 Geyer, 2 Pfeiffer, 3 Beradi, 4 Lata, 5 Djimsiti, 6 Altmer (ab 83. 15 Turgut), 7 Baumann (ab 90. 13 Max. Wintersteiger), 8 Neumeier, 9 Richter, 10 Karatepe, 11 Berghammer (ab 57. 12 Reipert)
Tore: 1:0 Richter (14.), 1:1 Popa (28.), 2:1 Richter (81.) und 3:1 Reipert (88.)
beste Spieler:  Auer, Traunsberger (VfL) und Richter, Neumeier (SVA)
besondere Vorkommnisse: keine
Schiedsrichter: SR:Kolja Kellinghaus (Aying), A1: Peter Köglsperger, A2: Felix Wolf
Zuschauer: 450