VfL Waldkraiburg - SB Chiemgau Traunstein 0:0 (0:0)

Nullnummer im Jahnstadion – VfL verpasste den Sieg

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  • Andrei Tuculea und die Zahl 2!!! 2x Führung auf dem Fuß - 2x Gelb - zum 2ten Mal vom Platz geflogen
    Andrei Tuculea und die Zahl 2!!! 2x Führung auf dem Fuß - 2x Gelb - zum 2ten Mal vom Platz geflogen

Mit dem 0:0 gegen den SB Chiemgau Traunstein schaffte der VfL Waldkraiburg zumindest eine Teilrehabilitation. Kämpferisch konnte man heute den Industriestädtern keinen Vorwurf machen, nur beim Auslassen der Torchancen. Aufgrund der Leistungssteigerung in Halbzeit zwei, wäre ein Sieg nicht nur möglich, sondern auch verdient gewesen. Durch den Punktgewinn konnte der VfL den Relegationsplatz verlassen und belegt nun den 12. Platz.
Für die knapp 200 Zuschauer im Jahnstadion gab es vor dem Spiel nur eine Frage, folgt heute die Trotzreaktion? Das Trainerduo Gibis / Dungel hat vergangene Woche ganze Arbeit geleistet, denn ihr Team zeigte Charakter. Durch ein gutes Stellungsspiel und den engagierten Einsatz ließ man die favorisierten Traunsteiner zu keiner Zeit richtig ins Spiel kommen. Nach einer anfänglichen Abtastphase, in der Traunsteiner mehr Ballbesitz hatten, kamen die Gäste zum ersten und fast einzigen Mal in der ersten Hälfte gefährlich vors Waldkraiburger Tor (13.). Nach einer Flanke von außen kam Toptorjäger Maxi Probst im Strafraum völlig freistehend zum Kopfball. Glück für den VfL, dass er auf dem nassen Rasen wegrutschte und den Ball nicht voll traf, so dass Barne Auer parieren konnte. Danach kam der VfL immer besser ins Spiel und es gab die ersten zaghaften Angriffsbemühungen. In der 28. Minute brachte eine tolle Kombination den SBC in Bedrängnis. Liviu Pantea passte auf Sergiu Popa, der steil in die Gasse spielte, doch bevor Manuel Kraus an den Ball kam, konnte Kapitän Jochen Thudt gerade noch zur Ecke klären. Die brachte Pantea gefährlich auf den langen Pfosten und Goali Andi Abfalter musste sich ganz schön strecken. Wieder gab es Ecke, aber diesmal von der anderen Seite. Popa schlug sie an die Strafraumgrenze und Andrei Tuculea kam zum Schuss, den Abfalter aber halten konnte. Das war`s dann aber auch schon in Halbzeit eins und es ging torlos in die Pause.
Nach dem Wechsel dauerte es knapp zehn Minuten, ehe sich einer der beiden Teams eine Torchance herausspielen konnte. Ein Raunen ging durchs Jahnstadion, als Tuculea nach einer Pantea Ecke aus 7-8 Metern abzog. Irgendwie brachten die Traunsteiner ein Abwehrbein dazwischen und der Ball strich Millimeter über die Latte. Das hätte sie sein können, die Führung des VfL. Minuten später eine tolle Einzelaktion von Liviu Pantea, der zwei, drei Gegenspieler aussteigen ließ und auf den heran laufenden Mitch Cossu ablegte. Dessen Schuss aus 18 Metern konnte Abfalter allerdings parieren. Dann versuchte es Sergiu Popa aus der Distanz, doch Abfalter war erneut zur Stelle (65.). Genauso, wie in der 78. Minute, als Pantea den gerade eingewechselten Burhan Karababa anspielte und der aus gut 20 Metern aufs Tor schoss. Irgendwie schien das Gehäuse der Gäste wie vernagelt. Kurz vor dem Ende die letzte Möglichkeit der Hausherren. Ein Freistoß von Karababa wurde abgeblockt und Mitch Cossu nahm den Ball direkt, nagelte ihn aber knapp übers Tor. Nach der berechtigten Gelb-Roten-Karte von Andrei Tuculea musste der VfL die letzten Minuten mit zehn Mann überstehen. Innerhalb von zehn Minuten sah er zweimal Gelb wegen Foulspiel und wurde zwischendrin auch noch Schiedsrichter Stefan Gräbel ermahnt. Erst in der Nachspielzeit gab es die erste nennenswerte Torchance des SB Chiemgau. Max Bauer hämmerte aus gut 20 Metern die Kugel nur knapp vorbei. Danach war dann Schluss. Freuen konnte sich keiner so recht über das torlose Remis, das aufgrund der Überlegenheit des VfL in der zweiten Hälfte, ein wenig schmeichelhaft für den Tabellenzweiten war.
 
Spielstatistik:
Aufstellungen:
VfL: 1 Auer, 2 Swoboda, 3 Helldobler, 4 Stuiber, 5 Hadzic (C), 6 Popa, 7 Pantea (ab 90. 15 Szczuka), 8 Tuculea, 9 Kraus (ab 76. 13 Karababa), 10 Cossu  , 11 Keri (ab 68. 14 Loboda)
SCB: 1 Abfalter, 2 Bauer, 3 Marchl, 4 Thudt (C), 6 Mayer, 7 Berz, 8 Schön (ab 82. 18 Heinrich), 9 Mauerkirchner, 10 Probst, 12 Waritschlager (ab 82. 11 Schneider), 16 Wittmann
Tore: Fehlanzeige
beste Spieler:  kompakte Teamleistung (VfL) und Abfalter (SBC)
besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot Tuculea (VfL/86.)
Schiedsrichter: SR:Stefan Gräbel (München), A1: Arthur Peteratzinger, A2: Felix Wolf
Zuschauer: 180