TuS Raubling - VfL Waldkraiburg 2:2 (1:2)

VfL rettete zu Zehnt einen Punkt in Raubling

DruckversionEinem Freund senden
  • ...auch die beiden Tore von "Schlitzohr" Jure Loboda reichten nicht zum Sieg
    ...auch die beiden Tore von "Schlitzohr" Jure Loboda reichten nicht zum Sieg

Der VfL Waldkraiburg holte am Ostersamstag einen wichtigen Punkt in Raubling, obwohl vielleicht sogar ein Sieg möglich gewesen wäre. Zweimal gingen die Industriestädter durch „Schlitzohr“ Jure Loboda in Führung (5./26.), der geschickt zwei krasse Abwehrfehler der Raublinger ausnutzte. Der zwischenzeitliche Ausgleich nach einem Freistoß (10.) war eher glücklich. Erst nach der Roten Karte von Andrei Tuculea (52.) übernahmen die Hausherren das Ruder und kamen zum Ausgleich (61.). In der Schlussphase bewies Barne Auer einmal mehr seine Klasse und bewahrte den VfL durch zwei Glanztaten vor einer möglichen Niederlage. Letztendlich können beide mit der gerechten Punkteteilung zufrieden sein.
Spielertrainer Markus Gibis, selbst nicht einsatzfähig, reiste ersatzgeschwächt zum Tabellennachbarn TuS Raubling und musste noch vor Spielbeginn die nächste Hiobsbotschaft verkraften. Beim Aufwärmen krachten Unglücksrabe Tuculea und Martin Traunsberger unglücklich zusammen, so dass letzter mit einem angeschwollenen Knie nicht spielen konnte. Für ihn rückte Sergio Popa kurzfristig in die Startelf und Yves Deutsch somit in die Viererkette. Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den am Montag verstorbenen Ex-VfL-Spieler Sascha Breneizeris (39). Der VfL von Beginn an druckvoll, man spürte den Siegeswillen und die Führung ließ auch nicht lange auf sich warten. In der 5. Minute nutzte Jure Loboda ein Fehler von Goali Florian Heller, der irritiert von einem eigenen Abwehrspieler am Fünfereck den Ball aus den Armen gleiten ließ. Er schnappte sich die Kugel und schob locker ins leere Tor ein. Doch der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Freistoß, von Hannes Scheuer, fast von der Mittellinie aus, kam der Ball lang in den Strafraum und Thomas Riesenberger schraubte sich hoch und köpfte ein (10). Davon ließ sich der VfL aber nicht beeindrucken und spielte weiter nach vorne. Karababas Schuss aus 16 Metern ging nur knapp drüber (12.) und Loboda brachte nach einem Karababa Freistoß, quer in der Luft liegend, nicht genügend Druck hinter den Ball (21.). In der 26. Minute der nächste Fauxpas von Heller. Ein missglückter Abschlag landete genau vor die Füße von Loboda, der keine Mühe hatte, den Ball im Tor unterzubringen. Zwei Minuten später fast das 3:1 durch Tuculea, doch diesmal war Heller auf dem Posten. Die Hausherren kamen nur in der 42. Minute noch einmal gefährlich vors Waldkraiburger Tor, doch Auer fing die Flanke rechtzeitig ab. Fast mit dem Pausenpfiff lag der Ball im TuS-Gehäuse. Hannes Helldobler hatte aus gut 20 Metern abgezogen und getroffen. Der Treffer fand jedoch aufgrund einer passiven Abseitsstellung von Karababa, der dem Torhüter die Sicht nahm, keine Anerkennung.
Auch der Pause das gleiche Bild, doch die 52. Minute veränderte das Spiel. Tuculea wurde an der Mittellinie vom eingewechselten Basti Huber gefoult. Beim Aufstehversuch traf er Huber, der sich schreiend und theatralisch fallen ließ. Schiedsrichter Felix Brandstätter ahndete dies als eine Tätlichkeit und zeigte Rot. Das brachte den VfL aus dem Tritt und die Hausherren übernahmen das Ruder. Bereits zehn Minuten später der Ausgleich durch Fabio Blaimberger, der aus 16 Metern abzog. Auer war bei diesem verdeckten Schuss machtlos, da er den Ball erst viel zu spät sah. Aber in der 72. Minute bewies er seine ganze Klasse. Eine 3 – 2 Kontersituation. Riesenberger kam freistehend aus kurzer Distanz zum Kopfball, doch irgendwie brachte „Hexer“ Auer, der sich ganz lang machte, noch die Hand an Ball und verhinderte die schon fast sichere Führung. Nächster Aufreger zehn Minuten vor dem Ende. Huber sprang rückwärts an der Strafraumkante in VfL-Kapitän Benny Hadzic. Wieder ließ er sich schreiend fallen. Es gab Gelb für Hadzic und Freistoß für Raubling. Den platziert geschossenen Freistoß von Riesenberger konnte Auer mit einer erneuten Glanzparade abwehren. Nur wenige Sekunden später war er wieder zur Stelle, als Riesenberger vor ihm auftauchte und abzog. In der Schlussminute noch eine Chance für den VfL, dass Spiel noch zu drehen. Nach einem weiten Freistoß von Hadzic traf TuS-Torwart Heller Ball und Beine des eingewechselten Mitch Cossu, doch der mögliche Elferpfiff blieb aus. So blieb`s am Ende beim leistungsgerechtem und verdienten Unentschieden.
Pressesprecher Dirk Gümpel reagierte nach der Partie aufstoßend: „Spieler wie die 13 von Raubling gehören nicht auf einen Fußballballplatz. Sich bei jeder Berührung nur schreiend und theatralisch fallen lassen, dass hat mit Fußball nichts mehr zu tun. Schlimm nur, wenn die Schiris auch noch auf so was reinfallen. Wir hätten heute den Sieg verdient gehabt, aber die Rote Karte von Tuc hat uns aus dem Tritt gebracht. Zum Schluss bewahrte Auer uns mit seinen Paraden vor einer möglichen Niederlage. Kaum vorstellbar, dass er nur fünf Mal für den VfL aufläuft.“
Nächstes Wochenende empfängt der VfL mit dem FC Töging, den aktuellen Tabellenführer.
Für die 2. Mannschaft des VfL gab es erneut eine herbe Niederlage mit 1:4 verlor man das Derby bei der SpVgg Jettenbach. Wieder einmal stand dabei ein Feldspieler zwischen den Pfosten.
 
Spielstatistik:
Aufstellungen:
VfL: 1 Auer, 2 Stuiber, 3 Helldobler, 5 Hadzic (C), 6 Balck, 7 Keri (ab 65. 13 Pantea), 8 Deutsch, 9 Loboda (ab 78. 14 Cossu), 10 Karababa, 11 Tuculea, 12 Popa
ESV: 22 Heller, 3 Lauter (ab 46. 2 Kolb), 6 Scheuerer, 7 Rekofsky M., 8 Buchner (C) (ab 33. 13 Huber), 9 Pajic (ab 73. 14 Schöffel), 11 Rekofsky D., 18 Mayer, 19 Riesenberger, 27 Pichler, 39 Blaimberger
Tore: 0:1 u. 1:2 Loboda (5./26.), 1:1 Riesenberger (10.) und 2:2 Blaimberger (61.)
beste Spieler:  Auer, Loboda(VfL) und Riesenberger (TuS)
besondere Vorkommnisse: Rote Karte Tuculea (VfL/Tätlichkeit/52.)
Schiedsrichter: SR:Felix Brandstätter (München), A1: Tobias Schneider, A2: Martin Horne
Zuschauer: 200