TSV Moosach - VfL Waldkraiburg 4:2 (1:0)

VfL verliert nach tollem Kampf

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  • Bekir Karatepe gab für den verletzten Domen Bozjak sein Bezirksligadebut
    Bekir Karatepe gab für den verletzten Domen Bozjak sein Bezirksligadebut

Ein packendes Bezirksligaspiel sahen die rund 100 Zuschauer am Samstag auf dem Sportplatz in Moosach bei Grafing. Mit dem TSV Moosach und dem VfL Waldkraiburg trafen zwei gleichwertige Teams aufeinander, die auch in der Tabelle gleichauf lagen. Am Ende siegten die Hausherren nach einem harten Kampf mit 4:2. Der VfL musste die Stammelf kräftig umbauen. Nicht nur Franz Kamhuber, der sich in Urlaub befindet, musste ersetzt werden, auch Kapitän Benny Hadzic (Grippe) und Torwart Domen Bozjak (Knieprobleme) konnten nicht auflaufen. Für Bozjak hütete der Keeper der A-Junioren, Bekir Karatepe, das Tor der Waldkraiburger. Von Anpfiff an entwickelte sich ein munteres Spiel und Nebojsa Gojkovic hatte schon nach 3 Minuten die erste Einschussmöglichkeit der Gäste. Auch der TSV hatte früh gute Möglichkeiten, doch sowohl Stefan De Prato als auch Ex-Profi Francisco Copado hatten das Visier noch nicht richtig eingestellt. So ging es hin und her, bis in der 37. Minute Sandro Giovannini von rechts in den Strafraum flankte. Torwart Karatepe, der ansonsten ein guter Ersatz für Bozjak war, konnte den Ball nicht festhalten und Thomas De Prato staubte aus kurzer Distanz zur 1:0 Führung ab. Fast gelang dem VfL noch vor der Pause der Ausgleich. Tomislav Balasko hatte TSV-Keeper Sebastian Kohl bereits umspielt, traf aber aus sehr spitzem Winkel nicht ins Tor. Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag. Einen langen Ball aus dem Mittelfeld verlängerte ein VfL-Verteidiger mit dem Kopf ausgerechnet auf Toptorjäger Stefan De Prato, der mit einem gekonnten Lupfer Karatepe überwinden konnte und auf 2:0 stellte. Doch wer dachte dass die Industriestädter aufstecken würden, wurde eines Besseren belehrt. Gojkovic hatte in der 52. Minute den Anschlusstreffer auf dem Fuß, traf aber aus halbrechter Position knapp am linken Pfosten vorbei. Besser machte es in der 56. Minute Razvan Rivis. Ein Zuspiel von Gojkovic versenkte er vehement zum 1:2 im Netz des TSV. Nur 10 Minuten später hatte der gerade erst eingewechselte Manuel Kraus die Riesenchance zum Ausgleich. Allein vor Torwart Kohl versagtem dem VfL-Stürmer jedoch die Nerven und der Ball ging weit daneben. In der 76. Minute gingen die De Prato-Festspiele weiter. Wieder verunglückte eine Kopfballabwehr des VfL und Stefan De Prato traf über den linken Innenpfosten mit seinem 10. Saisontor zum 3:1. Doch auch jetzt fand der VfL wieder zurück ins Spiel. Der starke Gojkovic verwandelt aus 10 m ein Zuspiel von Rivis eiskalt zum 2:3 (81.). Noch einmal warfen die Waldkraiburger in der Schlussphase alles nach vorne. Als sich in der 88. Minute Markus Swoboda gegen Stefan De Prato nur mit einer Notbremse zu helfen weiß, zeigte der gut leitende Schiedsrichter Michael Hintermaier (SG Hebertshausen folgerichtig die rote Karte. In der 90. Minute setzte der ebenfalls eingewechselte Thomas Mies gegen die offene Defensive des VfL mit einem perfekten Konter den Schlusspunkt der Partie. Beide Mannschaften zeigten eine beherzte und anspruchsvolle Leistung. Alles in allem war der Sieg der Hausherren verdient, viel jedoch um 1 Tor zu hoch aus. Mit etwas Glück wäre ein Punktgewinn für den VfL möglich gewesen. Das Fehlen der oben genannten Stammspieler machte sich in Form von 4 Gegentreffern bemerkbar. Zuletzt hatte der VfL nur ein Gegentor in vier Spielen zugelassen!

VfL Waldkraiburg: Karatepe – Swoboda, Lata (ab 63. Kraus), Stuiber, Kukucska, Halozan (ab 71. Haindl), Balasko, Balc, Gojkovic, Rivis, Weichhart.

TSV Moosach: Kohl – Winner (ab 71. Mies), De Prato S., Teichmann (ab 46. Frank), De Prato T., Giovannini, Maltopol, De Prato C., Copado, De Prato M., Schuster.

Schiedsrichter: Michael Hintermaier (SG Hebertshausen)

Tore: 1:0 De Prato T. (37.), 2:0 De Prato S. (49.), 2:1 Rivis (57.), 3:1 De Prato S. (78.), 3:2 Gojkovic (81.), 4:2 Mies (90.)

Besondere Vorkommnisse: rote Karte für Swoboda (88.) wegen Notbremse