VfL Waldkraiburg - TSV Wasserburg 1:1 (0:0)

Traumtor von Patrick Keri reicht nicht zum Sieg

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  • Jubel nach dem Traumtor von Patrick Keri zum 1:0
    Jubel nach dem Traumtor von Patrick Keri zum 1:0
    Kapitän Raimi Stuiber hatte seine Abwehr wieder gut organisiertFranz Kamhuber im Zweikampf

300 Zuschauer bekamen am Samstag im Waldkraiburger Jahnstadion eine packende, spannende und hochklassige Bezirksligapartie zu sehen. Am Ende trennten sich im Spitzenspiel der Tabellendritte VfL Waldkraiburg und Tabellenführer TSV 1880 Wasserburg mit 1:1 (0:0).
Die Hausherren, die zuletzt sechsmal hintereinander gewonnen hatten, gingen selbstbewusst in die Partie. Für den kranken Marko Komes rückte der 20-jährige Ferhat Kocak in die Startformation. Auch Atakan Akdemir musste wegen einer Oberschenkelzerrung passen. Für ihn spielte Franz Kamhuber im zentralen Mittelfeld. Bereits nach 6 Minuten musste Gästekeeper Georg Haas eingreifen und zur Ecke abwehren, als sich ein Schuss von Oliver Weichhart gefährlich auf sein Tor senkte. Im Laufe der ersten Halbzeit entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem die Gäste aus der Innstadt mehr und mehr das Kommando übernahmen. Klare Torchancen waren allerdings auf beiden Seiten Mangelware. Wasserburgs Hintermannschaft ist mit erst 14 Gegentreffern die beste der Liga und auch beim VfL kassierte man in den letzten 6 Spielen nur 3 Gegentore. VfL-Keeper Domen Bozjak musste im ersten Durchgang nur einmal sein Können beweisen, als Dominik Haas nach einer Ecke aus 10 Metern aufs Tor köpfte (10.). In der 34. Minute tauchte Jean-Philippe Stephan auf der rechten Seite alleine vor Bozjak auf, doch sein Heber ging weit über das Ziel hinaus. Mit einem torlosen Unentschieden wurden die Seiten gewechselt.

Auch in der zweiten Halbzeit hatte der VfL den besseren Start. Der Ugander Henry Oguti passte genau auf Razvan Rivis, der aus spitzem Winkel Torwart Haas zu einer Parade zwang. Schiedsrichter Frank Neff (Taufkirchen), der zu keiner Zeit das hohe Niveau der beiden Mannschaften erreichte, brachte in eine faire Partie unnötige Hektik. Jedes noch so kleine Foul wurde mit einer gelben Karte bestraft, was am Ende für die Industriestädter noch Folgen haben sollte. In der 69. Minute hatte VfL-Verteidiger Patrick Keri seinen großen Auftritt. Oguti flankte in den Strafraum und Christoph Scheitzeneder klärte per Kopf genau vor die Füße von Keri. Dieser fasste sich ein Herz und zog aus gut 20 Metern volley ab. Unhaltbar für Haas schlug der Ball genau im Kreuzeck zur umjubelten VfL-Führung ein. Nur 3 Minuten später hatte Birol Karatepe das 2:0 auf dem Fuß, doch Haas konnte dessen Freistoß per Faustabwehr zur Ecke klären. In der 75. Minute hatte Matthias Haas die große Möglichkeit zum Ausgleich, doch sein Freistoß aus 20 Metern verfehlte das Tor nur knapp. In der 81. Minute fiel dann doch der glückliche, aber verdiente Ausgleich für den Tabellenführer. Eine Flanke von Matthias Haas wird im Strafraum der Waldkraiburger abgefälscht und kam am zweiten Pfosten zum kurz vorher eingewechselten Alexander Meltl. Dieser brauchte nur noch den Kopf hinzuhalten und es stand 1:1. Wegen eines lächerlichen Fouls in der gegnerischen Spielhälfte, zeigte der kleinlich pfeifende Referee dem bereits verwarnten Waldkraiburger Berat Uzun die gelb-rote Karte (83.). Die Gäste konnten die zahlenmäßige Überlegenheit aber nicht mehr zum Siegtreffer nutzen. VfL-Verteidiger Mert Lata ließ sich in der vierten Minute der Nachspielzeit von Wasserburger Zuschauern provozieren und zu einer verbalen Beleidigung hinreißen und wurde vom Schiedsrichter mit der roten Karte bestraft. Das Spiel wurde daraufhin aber nicht mehr angepfiffen und es blieb beim leistungsgerechten 1:1 mit dem beide Teams gut leben können.
Der VfL Waldkraiburg bleibt auch vor dem letzten Spiel, am kommenden Sonntag beim Schlusslicht TSV Ottobrunn, in der Spitzengruppe der Bezirksliga. Von den letzten 13 Spielen hat man nur ein einziges verloren. Diese Leistung hatte von den größten Optimisten vor der Saison den Industriestädtern die wenigsten zugetraut.

VfL Waldkraiburg: Bozjak – Kocak (ab 70. Jusic), Lata, Stuiber, Keri, Oguti, Karatepe, Kamhuber, Weichhart O., Uzun, Rivis.

TSV Wasserburg: Haas G. – Scheitzeneder, Haas D., Bosnjak, Sengül (ab 84. Bachmayr), Stephan, Hain, Haas M., Müller (ab 65. Meltl), Hainzl, Lindner.

Tore: 1:0 Keri (69.), 1:1 Meltl (81.)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Lata (90. + 4), Gelb-Rote Karte für Uzun (83.)

Schiedsrichter: Frank Neff (Taufkirchen)

Zuschauer: 300