SB DJK Rosenheim II-VfL Waldkraiburg 1:2 (1:0)

Glücklicher Sieg gegen 8 Mann

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  • Andy Balck erzielte mit einem Sonntagsschuss das entscheidene 2:1
    Andy Balck erzielte mit einem Sonntagsschuss das entscheidene 2:1
    Barnie Auer hielt bereits den zweiten Elfer in dieser Saison

Bei über 30 Grad im Schatten und nur 30 Zuschauern konnte der ersatzgeschwächte VfL einen glücklichen 2:1 Auswärtssieg beim SB DJK Rosenheim II einfahren. Obwohl die Rosenheimer nach drei Roten Karten die letzte halbe Stunde nur noch zu acht spielten, sprang nicht mehr als dieser knappe Sieg heraus.
Trainer Malec brachte überraschend den angeschlagenen Benjamin Mleko in der Viererkette, um der Abwehr mehr Stabilität zu verschaffen, auch Kapitän Hadzic war wieder dabei. Der erste Angriff der Heimmannschaft war gleich ein großer Aufreger. Mleko konnte sich nicht anders helfen, als den Mittelstürmer Matthias Schmid im Strafraum von den Beinen zu holen. Mleko sah Gelb und der Sportbund bekam einen Elfer. Wie schon in der Vorwoche trat Routinier Werner Wirkner an und wieder brachte er den Ball nicht im Netz unter. Bernhard Auer konnte bereits den zweiten Elfmeter in dieser noch jungen Saison halten. Nach knapp zehn Minuten die erste Großchance für den VfL. Nach einer Flanke vom angeschlagenen Pantea, konnte der SB Keeper Dominik Zmugg, den platzierten Kopfball von Radu Luca, gerade noch mit den Fingerspitzen zur Ecke abwehren. Fünf Minuten war er erneut auf dem Posten nach einem schönen Distanzschuss von Andy Balck. In der 24. Minute dann schon der erste Wechsel beim VfL. Mleko ging humpelt vom Platz, für ihn kam der Einsatz nach seiner schweren Zerrung einfach zu früh. Er wurde von Mario Kleinschwärzer ersetzt und Trainer Malec musste seine Abwehr erneut umstellen. Er beorderte Andy Balck, in der für ihn ungewohnten Position in die Außenverteidigung. Eine gute halbe Stunde war vorbei, da schickte Pantea seinen Landsmann Luca, der kam im Strafraum zu Fall, doch der fällige Elfmeterpfiff blieb aus. Der VfL reklamierte, aber das Spiel ging weiter. Der Sportbund nutzte diese Unachtsamkeit gnadenlos aus und erzielte im Gegenzug das 1:0. Dominik Reichmacher spielte quer auf den freistehenden Florian Schinzel, der keine Mühe hatte, den Ball im Waldkraiburger Gehäuse einzudrücken. Drei Minuten später fast das 2:0, doch Auer war auf dem Posten und rettete vor dem einschussbereiten Vallejo.
Die Worte in der Halbzeitpause von Adrian Malec schienen Früchte zu tragen, denn der VfL begann die zweite Halbzeit sehr engagiert. Erste Chance nach zwei Minuten, doch der Volleyschuss von Mario Kleinschwärzer verfehlte nur knapp sein Ziel. Wieder zwei Minuten später passte Luca auf durchgestarteten Radu Popa, der einen Meter vor der Strafraumgrenze von Harald Weiß von den Beinen geholt wurde. Dem Schiedsrichter Peter Reitmaier blieb keine andere Wahl, als für diese Notbremse Rot zu zeigen. Den fälligen Freistoß zirkelte Liviu Pantea, zum verdienten Ausgleich, gekonnt an der Mauer vorbei ins Torwarteck. Dann kam die ominöse 57. Minute, die den Rosenheimern wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Der bereits gelbverwarnte Matthias Schmitt wurde im Strafraum von Dominik Sadri leicht berührt und fiel wie ein gefällter Baum. Der Schiedsrichter pfiff und alle dachten, es gibt erneut Elfmeter für Rosenheim. Doch Reitmaier zückte die Gelbrote Karte für diese theatralische Einlage des Rosenheimer Stürmers. Plötzlich beorderte einer der Linienrichter den Schiedsrichter zu sich, der sprintete auf den Rosenheimer Schlussmann Zmugg zu und zeigte ihm Rot wegen Beleidigung. Von da an spielte der Sportbund nur noch zu acht. Zu allem Überfluss musste auch noch der bis dahin beste Feldspieler Dominik Reichmacher ins Tor, da der SBR keinen Ersatztorhüter im Aufgebot hatte. Wer gedacht hatte, das würde jetzt ein Selbstläufer werden, der irrte sich. Der VfL tat sich verdammt schwer gegen das tief und kompakt stehende Abwehrbollwerk der Rosenheimer und war eigentlich nur durch Standartsituationen gefährlich, so wie in der 72. Minute. Wieder schöner Freistoß von Pantea, doch Reichmacher konnte parieren. Aber eine Minute später war auch er, nach einem Sonntagsschuss von Andy Balck, geschlagen. Waldemar Miller schlug den Eckball außerhalb des Sechszehners, Balck nahm ihn volley aus der Luft und der Ball schlug wie ein Strich im Rosenheimer Tor ein. Danach hatte der VfL noch drei, vier Möglichkeiten, das Ergebnis zu verbessern, doch es blieb letztendlich beim glücklichen 2:1.
Der 1. Vorstand Marcus Dickow atmete nach dem Spiel schwer durch und meinte nur: „Mensch, haben wir jetzt Glück gehabt, durch einem Sonntagsschuss gewinnst du gegen acht Mann!“ Die Mannschaft und auch Trainerteam um Adrian Malec waren sichtlich erleichtert, nach drei sieglosen Spielen, wieder drei Punkte eingefahren zu haben und Kapitän Benjamin Hadzic sagte passend: „Egal wie, Hauptsache gewonnen.“
Vielleicht gibt es den erhofften moralischen Schub für die Zukunft. Bereits am nächsten Samstag erwartet der VfL den Absteiger SC Baldham-Vaterstetten im Jahnstadion.
 
Spielstatistik:
Tore: 1:0 Schinzel (33.), 1:1 Pantea (50.) und 1:2 Balck (73.)
besondere Vorkommnisse: Auer hält Strafstoß von Wirkner (5.)
Rote Karte: Weiß (49./Foul) und Zmugg (57./Beleidigung); Gelbrote Karte: Schmid (57./Schwalbe) (alle SB DJK Rosenheim II)
Aufstellungen:
VfL: 1Auer, 2 Sadri, 3 Mleko (ab 23. 13 Kleinschwärzer/ ab 60. 12 Gibis), 4 Stuiber, 5 Hadzic, 6 Balck, 7 Pantea, 8 Deutsch, 9 Popa, 10 Miller (ab 90. 15 Swoboda), 11 Luca
SB DJK: 33 Zmugg, 2 Niesner, 3 Wirkner, 4 Weiß, 5 Kina, 6 Hoehensteiger, 7 Reichmacher, 8 Vallejo (ab 85. 15 Kaya), 9 Schmid, 10 Novak, 11 Schinzel (ab 54. 12 Grabl)
Schiedsrichter: Peter Reitmaier, A1: Michael Alt, A2: Michael Stöhr
Zuschauer: 30