VfL Waldkraiburg - TUS Raubling 1:4 (1:2)

VfL verliert vollkommen zu Recht 1:4

DruckversionEinem Freund senden
  • Markus Gibis traf erneut für den VfL, doch sein Tor war zu wenig
    Markus Gibis traf erneut für den VfL, doch sein Tor war zu wenig

Vor nur 150 Zuschauern verlor der VfL sein letztes Heimspiel vor der Winterpause mit 1:4 gegen den TUS Raubling. Bei sehr niedrigen Temperaturen konnten sich die Zuschauer an dem Spiel nicht erwärmen. Den Gästen merkte man den Willen an, im Jahnstadion zu punkten. Sie nutzten die Abwehrfehler des VfL konsequent und führten zur Pause zwar noch glücklich mit 2:1, doch in der zweiten Hälfte konterten sie den VfL geschickt aus und schraubten das Ergebnis hoch. Nur wenig Gegenwehr war von den lustloswirkenden Industriestädtern zu sehen. Der Gästesieg ging somit auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung.
Auch heute saß wieder der sportliche Leiter Andy Marksteiner auf der Bank und er änderte seine Formation zum Erlbachspiel nur auf einer Position. Manuel Stadlmayr spielte für den etatmäßigen Kapitän Benny Hadzic, der bis zum Ende des Spiels auf der Bank schmoren musste. Die erste Chance hatte der VfL. Nach fünf Minuten ging Radu-Christian Luca aufs Tor zu, doch er wurde abgedrängt, erkämpfte sich aber einen Eckball. Drei Minuten später der Schock für die VfL Anhänger, die Gäste führten 1:0. Nach einem krassen Abwehrfehler auf der rechten Seite, der VfL brachte den Ball aus dem 16ner nicht hinaus, konnte Nico Blaimberger den Ball ungehindert ins Tor schießen. Fast im Gegenzug das 1:1. Mal wieder nach einer Standartsituation. Ecke durch Liviu Pantea, mustergültig auf den Kopf von Markus Gibis, der keine Mühe hatte zum Ausgleich einzuköpfen. Es war keine Viertelstunde gespielt, da musste Marksteiner wechseln, Waldemar Miller zerrte sich ohne Fremdeinwirkung den Oberschenkel. Für ihn kam der junge Manuel Kraus ins Team. Freistoß für den VfL, Manuel Stadlmayr flankte in den Strafraum, Benjamin Mleko stieg hoch und kam vor dem Gästetorwart Viktor Gruber an den Ball, doch der rutschte ihm über den Scheitel und auch am Tor vorbei. Das Spiel verflachte zunähmenst, kaum noch Torchancen. In der 34. Minute kam ein langer Ball in den Strafraum des VfL, Dajan Pajic stieg hoch und verlängerte den Ball ins Tor zur erneuten Gästeführung. Noch vor der Pause hatte der VfL vier Möglichkeiten zum Ausgleich, alle nach Standartsituationen. Bei einem Freistoß von Pantea aus 20 Metern Mittelstürmerposition musste sich Gruber schon mächtig strecken um zur Ecke zu klären. Diese führte Stadlmayr aus, doch Yves Deutsch traf den Ball nicht richtig, so dass Gruber ihn abfing. Unglaubliche Szene dann in der 40. Minute. Freistoß von Pantea, plötzlich stand Deutsch mutterseelenalleine im 5-Meterraum und brachte das Kunststück fertig, die Kugel aus kürzester Distanz über das Tor zu nageln. Zwei Minuten später zirkelte Pantea einen Freistoß ganz knapp am Tor vorbei. So blieb es zur Pause bei der glücklichen Gästeführung.
Alle waren zuversichtlich, dass der VfL das Spiel in Hälfte zwei noch dreht, aber sie wurden eines Besseren belehrt. Riesenglück fünf Minuten nach Wiederanpfiff. Nach einer Ecke mit anschließendem Kopfball von Pajic konnte der eingewechselte Kraus gerade noch auf der Linie klären. Dann Freistoß für den VfL, doch diesmal ging der Schuss von Pantea knapp übers Tor. Die TUSler konterten jetzt nur noch. Langer Ball auf Pajic, doch der verzog aus aussichtsreicher Position fast das 1:3. Das fiel aber vier Minuten später. Eigentlich war die Situation schon geklärt, doch dann das Missverständnis zwischen Auer und Stuiber. Lachender Dritter war Pajic, der die Kugel ungehindert ins Tor einschob. Kurz drauf war es wieder Pajic der Barni Auer, mit einem Schuss von der Strafraumkante, zu einer Glanzparade zwang. Kurz drauf war es erneut Pajic, doch sein Schuss verfehlte das Ziel. Fünf Minuten später erneuter Konter der Raublinger, wieder kam der Ball auf den besten Mann am Platz, Dajan Pajic. Diesmal passte er auf den mitgelaufenen Markus Rekofsky, doch sein Schuss verfehlte das Tor ebenfalls.  Sein Bruder und Kapitän der Gäste, Dominik machte es in der 83. Minute besser. Er setzte sich gegen drei Abwehrspieler durch und schob den Ball an Auer vorbei zum 1:4 Endstand. Der VfL hatte zwar noch eine Chance zum Anschlusstreffer, doch die vergab man kläglich. Nach einer Flanke von Helldobler stand Mleko plötzlich allein vor dem Tor, doch bei seinem Schussversuch rutsche er weg und traf den Ball nicht richtig, so dass er am Gästekasten vorbei ging. Zu allem Überfluss flog Raimund Stuiber auch noch vom Platz, nachdem er sich innerhalb weniger Sekunden zwei Gelbe Karten einhandelte.
Dem sportlichen Leiter Andy Marksteiner war das blanke Entsetzen ins Gesicht geschrieben, er war auch zu keinem Statement bereit. Zu tief saß der Stachel der Enttäuschung. Es fehlte heute an allen Ecken und Enden. Fehlender Einsatzwille, schlechtes Zweikampfverhalten und eine eklatante Abspielschwäche. Was war heute nur mit dem VfL los? Alle waren ratlos! Durch die unnötige Niederlage rutschte der VfL auf den siebten Tabellenplatz ab und verlor vorerst den Anschluss an die Spitze. Jetzt geht es am kommenden Samstag zum Lokalderby beim ebenfalls angeschlagenen FC Töging. Da stehen die Waldkraiburger mächtig unter Druck und Zugzwang.
 
Spielstatistik:
Tore: 0:1 Blaimberger (8.), 1:1 Gibis (10.) 1:2 u. 1:3 Pajic (34./65.) und 1:4 Rekofsky D. (83.)
besondere Vorkommnisse:Gelb-Rote Karte: Stuiber (89./VfL/Unsportlichkeit)
Aufstellungen:
VfL: 1 Auer (C), 2 Helldobler, 3 Balck, 4 Stuiber, 5 Mleko, 6 Stadlmayr, 7 Pantea, 8 Deutsch, 9 Luca (ab 46. 13 Iuga), 10 Gibis, 11 Miller (ab 17. 15 Kraus)
TUS: 1 Gruber, 2 Kufner, 3 Blaimberger, 4 Sollinger, 5 Kellerer (ab 83. 13 Pfaffinger), 6 Kolb, 7 Rekofsky M. (ab 86. 12 Reisner), 8 Buchner, 9 Pajic, 10 Ecker (ab 72. 14 Pichler), 11 Rekofsky D. (C)
Schiedsrichter: SR: Kevin Phillipp, A1: Florian Neubert, A2: Christian Maier
Zuschauer: 150