TSV 1860 Rosenheim II - VfL Waldkraiburg 2:4 (0:1)

Teuer erkämpfter Sieg des VfL beim Tabellenzweiten

DruckversionEinem Freund senden
  • Yves Deutsch brachte den VfL zweimal in Führung und wurde vor dem entscheidenden Elfmeter gefoult
    Yves Deutsch brachte den VfL zweimal in Führung und wurde vor dem entscheidenden Elfmeter gefoult

Mit einer tollen kämpferischen Leistung siegte der VfL beim Aufstiegsaspiranten TSV 1860 Rosenheim II verdient mit 4:2. Der Jubel der Spieler und Verantwortlichen nach dem Spiel war riesig, denn jetzt hat der VfL nicht nur eine rechnerische, sondern sogar noch eine realistische Chance auf den Relegationsplatz. Dennoch verließ man mit einem lachenden und einem weinenden Auge den Platz. Andreas Palmer wurde schon nach 13 Minuten, mit Verdacht auf einen erneuten Kreuzbandriss im rechten Knie, vom Platz getragen. Der für ihn eingewechselte Hannes Helldobler musste nach eine guten Stunde runter. Erste Diagnose von Physiotherapeut Stefan Rentsch, Abriss der Bänder im rechten Sprunggelenk. Yves Deutsch brachte den VfL zweimal in Führung und war somit maßgeblich am Sieg beteiligt.
Von Anfang an nahm der VfL das Heft in die Hand und hatte auch die ersten Chancen. In der fünften Minute die erste Ecke der Industriestädter durch Liviu Pantea. Der Ball lag zwar danach im Netz, doch der Treffer fand keine Anerkennung, da Andreas Palmer bei seinem Kopfball Torwart Moller entscheidend behinderte. Beim nächsten Angriff spielte Radu Popa den Ball genau in den Lauf von Pantea, doch Georg Moller konnte klären. Dann die zwölfte Minute, Palmer sprang an der Mittellinie zum Kopfball hoch und verletzte sich, ohne Fremdeinwirkung, bei der Landung am rechten Knie und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Hannes Helldobler, der die ganze Woche nicht trainieren konnte. In der 27. Minute hatte Spielertrainer Markus Gibis die Führung auf dem Fuß. Nach einem Abwehrfehler der Rosenheimer ging er allein aufs Tor zu, scheiterte aber an Moller. Zwei Minuten später fiel sie dann doch. Flanke von Miller, Kopfball Gibis, der Ball sprang vom Pfosten zurück zu Gibis, der gleich schoss, doch der Ball blieb im Matsch vor dem Tor liegen. Yves Deutsch schaltete am schnellsten und drückte Ball über die Linie. Bis zur 40. Minute dauerte es ehe die Heimmannschaft zum ersten Mal gefährlich vors Tor kam. Nach einem Freistoß mit anschließendem Kopfball von Huber sprang der Ball zwar vom Innenpfosten ins Tor, doch der Treffer wurde wegen Abseits nicht gegeben. Kurz danach ein weiter Ball auf Einsiedler in den VfL-Strafraum. Kapitän Hadzic grätschte den Ball weg und rutschte Einsiedler, der sich bei ihm eingeharkt hatte, um. Anschließend sprang TSV Kapitän Sebastian Huber, wahrscheinlich aus Frust des, aus seiner Ansicht, nichtgegebenen Elfmeters, mit gestrecktem Bein in Stuiber hinein, der verletzt liegen blieb. Schiedsrichter Nico Keiser, der heute sehr großzügig pfiff, ahndete diese Attacke nicht mit Gelb. Dieses Glück hatte Radu Popa, nach einem groben Foul, auch schon in der Anfangsphase.
Gleich nach Wiederanpfiff ein schöner Angriff des VfL. Deutsch passte auf Miller, der von außen in die Mitte geht und gegen die Laufrichtung schoss. Goali Moller musste sich schon ganz lang machen um ihn noch zu halten. Danach entwickelte sich ein offener Schlagaustausch mit Chancen hüben und drüben. Huber lupfte über Auer, aber auch übers Tor. Kokocinski scheiterte zuerst an Auer, Minuten später schoss er knapp vorbei. Pantea ließ 2-3 Gegenspieler stehen, passte auf Stadlmayr, der aus 25 Meter abzog, doch Moller war auf dem Posten. Genauso eine Minute später, als es Popa vom 16er-Eck schoss. Zwischendrin die schwere Verletzung vom eingewechselten Hannes Helldobler, der umknickte und sich einen Bänderriss zu zog. In der 69. Minute erzielte Martin Huber den 1:1 Ausgleich. Er drückte eine seitliche Hereingabe von Sebastian Huber über die Linie. Kurz danach kam eine Ecke gefährlich vors Waldkraiburger Tor, doch Kokocinski köpfte knapp vorbei. Im Gegenzug die erneute Führung des VfL. Deutsch spielte auf den freistehenden Miller, der in den 16er ging, dort seinen Gegenspieler austeigen ließ und flankte. Millers Flanke wurde abgewehrt. Aus dem Hintergrund nahm Yves Deutsch den Ball volley und versenkte in trocken halbhoch im Eck. Zehn Minuten später dann die Vorentscheidung. Der eingewechselte Matthias Szczuka, der eigentlich als Nachwuchstorwart zum VfL kam, spielte Radu Popa mustergültig an, der aus halbspitzen Winkel abzog. Moller konnte die Kugel nicht festhalten und auch der Rettungsversuch eines 60ers Abwehrspieler kam zu spät. Der Ball rutschte über die Linie. Kurz darauf konnte sich Barni Auer zweimal auszeichnen. Zuerst hielt er einen Kopfball von Martin Huber aus kürzester Distanz. Danach lenkte er mit den Fingerspitzen, den platzierten Kopfstoß von Sebastian Huber gerade noch übers Kreuzeck. Die anschließende Ecke brachte den Anschlusstreffer für die Hausherren. Deutsch wollte klären und köpfte Gibis an. Der Ball ging an den Innenpfosten und trudelte ins Gästegehäuse. Jetzt witterten die 60er noch einmal Morgenluft. Noch waren drei plus x Minuten zu spielen.  Kurz vor Ende wurde Deutsch im Gewühl zu Fall gebracht und Schiri Keiser zeigte sofort auf den Punkt. Diese Chance ließ sich Andy Balck nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß eiskalt zum 4:2 Endstand. Zwei Spieltage vor Schluss hat der VfL nur noch drei Punkte Rückstand auf den neuen Tabellenzweiten DJK Kolbermoor.
 
Spielstatistik:
Aufstellungen: TSV 1860 RO II: 1 Moller, 2 Paccagnel, 4 Höhensteiger (ab 49. 14 Baumann), 5 Mühlbauer, 6 Lohmeier, 7 M. Huber (ab 28. 10 Prechtl), 8 Pointvogel, 9 M. Huber, 11 Kokocinski, 12 Einsiedler, 13 S. Huber (C);
VfL: 1 Auer, 2 Palmer (ab 13. 12 Helldobler/ab 58. 13 Szczuka), 3 Stadlmayr, 4 Stuiber, 5 Hadzic (C), 6 Balck, 7 Pantea, 8 Deutsch, 9 Popa (ab 87. 14 Unterhuber), 10 Gibis, 11 Miller
Tore: 0:1 Deutsch (29.), 1:1 M.Huber (67.), 1:2 Deutsch (73.), 1:3 Popa (83.), 2:3 Gibis (87./Eigentor), 2:4 Balck (89./Elfmeter)
besondere Vorkommnisse: keine
Schiedsrichter: Nico Keiser (München), A1: Christian Franzl, A2: Martine Horne
Zuschauer: 50