VfL gastiert beim heimstarken Aufsteiger ESV Freilassing

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  • Yves Deutsch, bester Spieler der Vorrunde wird dem VfL mal wieder fehlen
    Yves Deutsch, bester Spieler der Vorrunde wird dem VfL mal wieder fehlen

Für den VfL Waldkraiburg geht es am Samstag zum Spitzenspiel beim ESV Freilassing. Der bärenstarke Aufsteiger ist Tabellenzweiter und zu Hause eine Macht. Lediglich ein Spiel wurde auf heimischem Boden verloren und das gegen den vorzeitigen Meister SV Erlbach. Nichtsdestotrotz will der VfL unbedingt punkten und seine Auswärtsstärke weiter unter Beweis stellen.
Den VfL plagen weiter personelle Sorgen. Trainer Adrian Malec standen beim Abschlußtraining lediglich 10 Spieler zur Verfügung. Es fehlten Helldobler und Rudolf (Studium), Szcuka und Swoboda (Grippe) und der zuletzt so starke Sagi, sowie der Ersatztorhüter Kovas. Die beiden verletzten Verteidiger Unterhuber und Palmer werden nächste Woche wieder ins Training einsteigen. Hinzu kommt, dass Yves Deutsch aus privaten Gründen verhindert ist. Auf der abschließenden Spielersitzung am Donnerstag redete Malic mal Tacheles und bemängelte die fehlende Einstellung so mancher Spieler: „Es fehlt halt bei so einigen der letzte Biss. Wir haben noch die Chance, um Platz zwei oder drei mitzuspielen, doch das müssen auch die Spieler wollen und nicht nur die Verantwortlichen im Verein… Spielerisch haben wir das Zeug dazu, oben mit dabei zu sein, doch die Schwächen liegen im mentalen Bereich. Ich will in Freilassing punkten und am liebsten dreifach“.
Die Freilassinger haben ein ähnliches Problem, wie der VfL. Man schießt zwar viele Tore, aber die Defensive lässt zu wünschen übrig. Der eigentlich gute Torhüter Stefan Schönberger musste schon 44 Mal hinter sich greifen. Brandgefährlich sind die beiden Angreifer Deiter und Leitz, die 2/3 aller ESV Tore geschossen haben. Letzterer sicherte mit einem Doppelpack in der zweiten Hälfte noch den Punktgewinn im Jahnstadion. Doch auch der ESV hat einige personelle Sorgen. Trainer Hermann Lindner liegt mit einer Grippe im Bett, so dass der Co Stefan Mühlfeldner diese Woche das Training leiten musste. Voraussichtlich wird den Grenzstädtern der Abwehrchef Daniel Jung wegen einer Knöchelverletzung fehlen, die er sich bei der 3:1 Niederlage in Traunstein zugezogen hat. Der Respekt vorm VfL ist beim Aufsteigers relativ groß, das merkt man an den Aussagen des Trainers: „Wenn es beim VfL rund  läuft, dann hat das Team das Zeug jeden, auch vermeintliche Favoriten, zu schlagen, andererseits fehlt indes offensichtlich eine gewisse Kontinuität. Der VfL zählt zu den unberechenbarsten Mannschaften der Liga.“
Anstoß im alten ESV-Stadion an der Reichenhaller Straße ist um 16 Uhr.